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Burganlage Nehringen

Erarbeitung eines Gestaltungskonzeptes

Auftraggeber

Auftraggeber Johann v. Pachelbel-Gehag

Jahr

2017

Die Burganlage der Stadt Nehringen gehört zu den Orten in Deutschland, mit deren Wahrzeichen an der Bundesautobahn aufmerksam gemacht wird. Hier sind es das Trebeltal und die historische Klappbrücke. Nehringen weist darüber hinaus weitere sehr interessante und wertvolle landschaftliche und kultur- und bauhistorische Besonderheiten auf. Eine Sehenswürdigkeit ist der Fangelturm, der wiederum ursächlich durch die Trebel seine Lage an dieser Stelle erhielt.

Dennoch gehört Nehringen heute noch zu den unbekannteren Destinationen hinsichtlich der touristischen Erschließung. Der kleine Ort ist für Radfahrer und Wanderer gut erschlossen und besitzt Übernachtungsmöglichkeiten. Die Potenziale können entwickelt werden und zur Stärkung des touristischen Sektors im Küstenvorland beitragen.

Die mittelalterlichen Zeugnisse der Burganlagen im ländlichen Raum gehören ebenso wie die oftmals bekannteren Befestigungsanlagen (Zeugnisse der Backsteingotik als Markenzeichen unseres Landes) in den Städten als ein wichtiger Teil zur Siedlungsgeschichte des Landes. Durchaus bietet sich auch insbesondere bei den Grenzburgen eine gute Möglichkeit die Standorte untereinander zu vernetzen und für die Naherholung, den Geschichtstourismus und Wandertourismus bekannter zu machen und als Marke zu entwickeln.

Das Denkmalobjekt Fangelturm Nehringen soll durch Arbeiten in den nächsten Jahren dauerhaft erhalten und wieder zugänglich gemacht werden.

Zunächst ist das Hauptziel der geplanten Maßnahmen die Sicherung des Baudenkmals und die Gewährleistung der Erlebbarkeit. Das soll in einem stufenweisen Programm erfolgen. Dabei wird eine fachlich korrekte denkmalgerechte Vorgehensweise in der Planung und der Umsetzung zu Grunde gelegt (z.B. in enger Zusammenarbeit mit der Bau- und Bodendenkmalpflege). Dabei wird die Einbindung in den Park und die landschaftliche Umgebung inbegriffen.

Ziel ist es dabei von Beginn an, die umfangreichen notwendigen vorbereitenden Tätigkeiten, wie Gutachten, bodendenkmalpflegerische Untersuchungen und Ingenieurleistungen, mit Leistungen zu verbinden, die der Öffentlichkeit wieder die Erlebbarkeit des Bauwerkes ermöglichen und sie an den Erkenntnissen der Voruntersuchungen teilhaben zu lassen. Es sind Maßnahmen vorgesehen, die auch den inklusiven Anspruch der Teilhabe an der Erlebbarkeit dieses Denkmals ermöglichen sollen.

Im Übrigen ist Nehringen besonders interessant, weil die Ortsmitte seltene bauliche Objekte der Zeit schwedischer Besetzung von Teilen Vorpommerns aufweist.