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Hansestadt Rostock Südstadt

Städtebauliche Analyse Südstadt Weiterentwicklung eines Wohngebietes der Nachkriegsmoderne

Auftraggeber

Hansestadt Rostock,

Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft

Jahr

2016

In der Hansestadt Rostock herrscht eine anhaltend hohe Wohnungsnachfrage nach innerstädtischem Wohnraum, auch im Geschosswohnungsbau. Die Südstadt ist auf Grund ihrer räumlichen Lage in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt und den historischen Stadterweiterungen ein Stadtteil mit Verdichtungspotenzial für Wohnungsneubau.

Der Stadtteil weist eine gute verkehrliche Erschließung durch den öffentlichen Personennahverkehr sowie eine gute Infrastruktur im Bereich Einkaufen, Bildung und Arbeitsplätze auf.

Grundlage für die planvolle Verdichtung des Stadtteils durch Wohnungsneubau innerhalb der vorhandenen Baustrukturen ist eine städtebauliche Analyse und Bewertung der städtebaulichen und freiräumlichen Eigenart des Gebietes auf Grund seiner städtebaulichen Gestalt.

Das Gutachten setzt sich mit einer Stadtbildanalyse auseinander, welche Städtebau und Freiraum erfasst und bewertet und zum anderen Empfehlungen für eine planvolle Verdichtung einschließlich notwendiger Instrumente gibt.

Die Analyse einer Verdichtung erfolgte durch Erarbeitung und Erörterung mehrerer Bebauungsszenarien mit Fokus auf die beiden Möglichkeiten der „Inneren Verdichtung“ oder „äußeren Ergänzung“ sowie einer Mischung Beider – der „Vielfalt“.

Der Schwerpunkt dieses Gutachtens liegt in der Bewertung der städtebaulichen Qualitäten dieses Wohngebietes aus den 1960er Jahren. Es geht um den Schutz und die Weiterentwicklung des Bestandes. Es sollen mögliche zusätzliche oder ergänzende Wohnbauflächen gefunden werden.

Die Südstadt wurde nach einem einheitlichen Bebauungskonzept in drei Wohnkomplexen in relativ kurzer Bauzeit (1960 – 1968) errichtet.

Es wurden dafür zentrumsnahe unbebaute Flächen genutzt. Diese wurden so in ein Hauptstraßennetz eingebunden, dass die Voraussetzung für spannungsreiche städtebauliche Figuren vorbereitet wurde.

Die Veränderungen bis in die Gegenwart sind als gering einzuschätzen. Die Einheit von Gebäude und Landschaft ist durch das Wachstum der Bäume und die Erhaltung der Freiräume heute als raumprägender Zusammenhang erlebbar.


Der Aufbau der Südstadt bricht mit allen historischen Vorbildern von Stadtanlagen. Weitestgehend werden freie Formen verwendet.

Selbst bei orthogonaler Gebäudezuordnung wird bei der Erschließung auf ein „vollständiges Erschließungsnetz“ zu Gunsten der Wohnwege verzichtet. Damit wird der parkartige Charakter betont.

Des Weiteren ist die Nutzung des Kringelgrabens für den Park in Ost – West – Ausrichtung eine wunderbar ausgenutzte natürliche Option.