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Stadtpark Hansestadt Anklam

Erarbeitung einer Denkmalpflegerischen Zielstellung für den historischen Stadtpark, sowie Entwicklung eines Gestaltungskonzeptes für die heutige Nutzung

Auftraggeber

Hansestadt Anklam
BIG Städtebau GmbH

Jahr

2013

Große Teile des Stadtparks waren in Folge mangelnder Unterhaltung verwildert. Das bestehende Wegesytem ist, vor allem nach Niederschlägen, kaum nutzbar. Die ursprüngliche Gestalt des Parks als Landschaftspark bzw. Volkspark ist nur noch sporadisch zu erkennen.

Es wurde eine Planung vorgelegt, welche die Nutzbarkeit der Wege wieder herstellt (Wegesanierung) und die Entwässerung der Freiflächen (Baumfällung) verbessert. Da der Stadtpark Anklam ein eingetragenes Denkmal darstellt, war das Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege oberster Entscheidungsträger im Hinblick auf die geplanten grundlegenden Veränderungen.

Es wurde mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern eine denkmalpflegerische Zielstellung erarbeitet, welche anhand der Bestandsituation um 1945 (Auswertung des Luftbilds) und der Anlagengenese (Auswertung historischer Lagepläne und Karten) die ursprüngliche Gestalt des Parks rekonstruiert und als Handlungsfaden für die Gestaltungsmaßnahmen gelten soll.

Innerhalb des Parks befinden sich mehrere Einzeldenkmale, der Froschbrunnen, das Ernst-Thälmann-Denkmal, das Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege „Sterbender Löwe“, das „Negerhäuschen“ und das Denkmal für die Opfer der Gewaltherrschaft und des 2. Weltkriegs sowie den Gedenkstein zur Parkeröffnung 1914. Der Park beherbergt zudem ein Streichelgehege mit Ziegen, Kaninchen, Schafen und Ziervögeln. Es erfreut sich großer Beliebtheit bei den Anwohnern.

Die zentrale Achse des Parks bildet die denkmalsgeschützte Parkalle als doppelte Lindenallee.

Die Parkanlage befand sich zu keinem Zeitpunkt in einem idealen Zustand eines nach Planwerk gestalteten Parks. Zudem variierte bzw. wuchs die Parkfläche in Ihrer Ausdehnung mit der Zeit, sodass erst mit Festlegung des Denkmalbereichs die Grenzen eindeutig wurden.

Der Nordöstliche Teil des Parks wurde zuerst 1914 eröffnet. Dem folgte der südöstliche Teil 1919. 1925 wurde der westliche Teilbereich eröffnet.

Das Ziel ist, die historische Substanz im Stadtpark Anklam durch denkmalpflegerische Maßnahmen zu sichern und zu erhalten, bzw. Struktur und Funktion als Gesamtkunstwerk wieder zugänglich und erlebbar werden zu lassen, d.h. der prinzipielle Erhalt und Sanierung der originären Bestände und Strukturen.