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Wallanlage Woldegk

Erarbeitung einer Denkmalpflegerischen Zielstellung für die historischen Wallanlagen mit Heldenhain sowie Erstellung eines Sofortmaßnahmenkonzeptes

Auftraggeber

Stadt Woldegk
via BIG Städtebau GmbH

Projektpartner

Enno Meier-Schomburg

Jahr

2019

Die Windmühlenstadt Woldegk besitzt mit dem Bereich der mittelalterlichen Wehranlage ein außerordentlich bedeutsames Zeugnis der Stadtgeschichte, das zugleich einen hohen Wert aus denkmalpflegerischer Sicht für die Allgemeinheit hat und durch die Woldegker Bürger und die Besucher der Stadt vielfältig genutzt wird. Gerade der östliche „grüne Ring“ um die Altstadt herum, der in dieser Arbeit betrachtet wird, ist außerdem Lebensraum für die Pflanzen- und Tierwelt innerhalb der gebauten Stadt.

Für die Stadtstruktur ist er ein signifikanter Teil, der das Altstadtareal von dem Vorstadtbereich trennt und verbindet.

Umfangreiche Teile der mittelalterlichen Befestigungsanlage sind erhalten bzw. bilden deren Flächen bis heute einen erkennbaren grünen Ring um die Altstadt. Die beiden Struktureinheiten, die Bereiche der Wehranlage und das bewahrte Straßengitternetz machen die Altstadt bis heute ablesbar und geben der Stadt eine eindeutige klare Mitte.

Die erhaltenen Teile der Stadtbefestigung, wie die Stadtmauer und der Wallanlage, sind daher für die Identifikation der Stadt besonders wertvoll. 

Die einstige Struktur der Wallanlage ist jedoch durch nutzungsbedingte Überformungen der vergangenen Jahrzehnte nur noch schwer nachvollziehbar. Zum Teil bot sich im Wallgelände ein ungeordnetes Profilbild. Andere Teile im Betrachtungsgebiet sind, wie der denkmalgeschützte Heldenhain aufgrund seiner Dichte an Denkmalen, die aus unterschiedlichen Zeitschichten mit- und nebeneinander in unterschiedlichem Erhaltungszustand existieren, besonders.

Eine weitere Fragestellung war die Betrachtung von Möglichkeiten, die für eine bevorstehende Grabensanierung des verrohrten Dieckgrabens aus denkmalpflegerischer Sicht in Frage kommen. Das Gewässer ist Teil eines übergeordneten Gewässerzusammenhanges und im Untersuchungsgebiet auch ein Teil der früheren Wehranlage. 

Für die Erarbeitung einer denkmalpflegerischen Zielstellung für die Wallanlagen war zunächst die Erfassung der geschichlichen Quellenlage erforderlich. Neben den Daten aus der umfassenden Bestandsaufnahme konnte die Analysearbeit auf Quellenfunde in Bild und Text aus Bibliotheken, Archiven und Museen gestützt werden. Aus den Ergebnissen wurde in Abstimmung mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern unter Beteiligung weitere Fachämter eine Zielstellung unter denkmalpflegerischen und städtebaulichen Aspekten erarbeitet und erste Sofortmaßnahmen formuliert.